Zu Oswalds von Wolkenstein - aus dessen Lied „Ain tunckle by Annabelle Senff

By Annabelle Senff

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, word: 1,3, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Germanistische Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Proseminar "Oswald von Wolkenstein", nine Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Kommentar des Dozenten: "Die Arbeit bietet eine sehr gute Übersetzung des Liedes, unterschlägt jedoch leider einen Kommentar - ein Verlust, der angesichts des umfangreichen Interpretationsteils aber zu verschmerzen ist. Die Gattungszugehörigkeit wurde ebenfalls ausführlich diskutiert."

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Seneca, De Providentia: Ein Kommentar: Dritte, durchgesehene by Annrose Niem

By Annrose Niem

In seinem conversation De Providentia erörtert Seneca mit seinem Schüler Lucilius das Theodizeeproblem: Warum widerfährt guten Menschen oft viel Leid, obwohl doch die Welt nach stoischer Lehre von der göttlichen Providenz gelenkt wird?
Der zweiteilige Kommentar besteht aus einer Strukturanalyse des Dialogs auf dem Hintergrund von Senecas Gesamtwerk und einer Sammlung meist sprachlicher Einzelbeobachtungen.

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Morphologie und Syntax des bekommen-Passivs in der by Annabelle Senff

By Annabelle Senff

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, be aware: 2,0, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Germanistische Sprachwissenschaft), Veranstaltung: Verb – Morphologie und Syntax, sixteen Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Das Verb fungiert bekanntermaßen als Schlüsselkategorie der Struktur und Semantik von Sätzen. Zu den Modifikationen dieser Wortart zählen u.a. auch die bekannten Passivkonstruktionen. Die Deutsche Sprache beherbergt diesbezüglich eine Struktur, die in der Sprachwissenschaft als sog. bekommen-Passiv kursiert. [...]
Bei diesem noch recht „jungen“ Konstrukt handelt es sich um eine syntaktische Erscheinung in shape einer NP-Bewegung als Passivvariante mit besonderem Kasuswechsel. [...]
Innerhalb der Forschung markiert der grammatische Sachverhalt einen durchaus komplexen, umstrittenen und kontrovers diskutierten Gegenstand. So beschäftigt die Sprachwissenschaftler beispielsweise die Frage, ob es sich dabei um eine „echte“ Passivvariante handelt oder nicht. [...]
Die goal vorliegender Arbeit ist es, zunächst im ersten Kapitel das bekommen-Passiv und dessen für den Gebrauch im approach der Sprache liegende Einschränkungen als wesentlichen Bestandteil der Bildung zu untersuchen. Es soll ebenfalls anhand von Grenzfällen aufgezeigt werden, in welchen Beispielen die Konstruktion nicht konstituierbar ist.
Ausgehend von den gewonnenen Erkenntnissen zur Bildung dieses grammatischen Phänomens wird im darauf folgenden Abschnitt die sog. Grammatikalisierung problematisiert. Zielbestimmender Interessensgegenstand soll dabei die Frage sein, ob es sich bei dem bekommen-Passiv um eine vollendete grammatische Konstruktion handelt oder ob es „lediglich“ eine paintings Übergangsphase markiert. [...]
Das darauffolgende Kapitel beinhaltet nähere Untersuchungen zu den zwei einzelnen „Funktionsträgern“ dieses Konstruktes respektive des Auxiliars (bekommen/erhalten/kriegen) und des Vollverbs (samt dessen Strukturierung und Unterteilung in einzelne Klassen). So erfolgt u.a. eine Beschreibung der Distributionen bzw. Kriterien, von welchen folglich die Wahl einer der drei Hilfsverbvarianten abhängt. [...]

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Zu: Wolfgang Koeppen "Tauben im Gras" (1951)" (German by Claudia Kollschen

By Claudia Kollschen

Magisterarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, observe: 1, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, 102 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Wolfgang Koeppens Roman "Tauben im Gras" (1951) ist eine schonungslose und zutiefst pessimistische Momentaufnahme der jungen Bundesrepublik Deutschland und zeigt eine Gesellschaft zwischen Zusammenbruch, Neuanfang und Restauration. Eine Verdichtung des Zeitgeschehens gelingt durch geschickte Montage von Figuren und Schicksalen verschiedener Milieus im Verlauf eines einzigen Tages. Tief geprägt von der unmittelbaren, noch unbewältigten Vergangenheit sowie der als leidvoll empfundenen Gegenwart, fühlen sich die Figuren als Opfer ihrer Zeit, die sie als labilen Schwebezustand empfinden.
Die vorliegende Arbeit stellt die vielfältigen Schwierigkeiten bei der Bewältigung der destabilisierten Gegenwart heraus, wie sie an den Figuren und ihren Beziehungen untereinander sichtbar werden - in der geistigen und psychischen Bewältigung des Daseins ebenso wie im zwischenmenschlichen Verhalten -, und verfolgt das Scheitern der versuchten Lösungsansätze.
Nach einer Einführung, in der der Roman in das Koeppen'sche Gesamtwerk eingeordnet (2.1), sowie ein Abriss des historischen Hintergrunds, der für den Roman maßgeblich ist, dargelegt wird (2.2), folgt ein Überblick über zentrale Stilmittel und Elemente der Erzählstruktur (3.). Der Hauptteil (4.) analysiert und interpretiert den oben genannten Themenbereich hinsichtlich folgender Aspekte: Während der erste Teil das den Roman dominierende Grundgefühl der Angst (4.1), mit den Elementen der allgemeinen Bedrohung durch Krieg, der individuell verschiedenen Ängste sowie der zwischenmenschlichen Folgen der Angst, darstellt, befasst sich der zweite Teil mit den sozialen Defiziten (4.2), wie sie sich innerhalb der Paar- und Familienbeziehungen, aber auch unter dem Aspekt der Kommunikation manifestieren. Der dritte Teil (4.3) zeigt die

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Eine Analyse zu Martin Walsers "Ein fliehendes Pferd" by Verena Blümel

By Verena Blümel

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, be aware: 1,0, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am major (Institut für Deutsche Sprache und Literatur), Veranstaltung: Die Novelle. Theorie und Geschichte vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: „Martin Walsers Novelle ‚Ein fliehendes Pferd’ halte ich für sein reifstes, sein schönstes und bestes Buch. Diese Geschichte zweier Ehepaare, die sich zufällig während ihrer Ferien in einem Ort am Bodensee treffen, ist das Glanzstück deutscher Prosa dieser Jahre, in dem sich Martin Walser als Meister der Beobachtung und der Psychologie, als Virtuose der Sprache bewährt.“

So lobend urteilte der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, als er den Vorabdruck der Walserschen Novelle im Jahr 1978 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung las. Entstanden innerhalb von wenigen Wochen im Sommer 1977 und ab dem 24. Januar 1978 erschienen als Vorabdruck in der FAZ, wurde der textual content bereits einen Monat später im Suhrkamp-Verlag als Hardcover veröffentlicht.
Die zahlreichen positiven Rezensionen, allen voran die des oben genannten Kritikers trugen wohl auch mit dazu bei, dass die Erstauflage von 25 000 Exemplaren rasch vergriffen warfare. Bis heute hat Walsers Werk in seiner Beliebtheit nichts eingebüßt, erscheint Ein fliehendes Pferd - inzwischen in der Reihe suhrkamp taschenbuch – doch bereits in der fünfunddreißigsten Auflage.
Der textual content schildert das zufällige Treffen zweier sehr unterschiedlicher Paare am Bodensee. Studienrat Helmut Halm, sechsundvierzig Jahre alt, und seine Frau Sabine verbringen ihren Urlaub dort. Wie jedes Jahr seit elf Jahren. Doch in diesem Jahr wird ihre regimen gestört. Ein ehemaliger Schul- und Studienkollege Helmuts, Klaus Buch, und seine quick zwanzig Jahre jüngere Frau stehen plötzlich vor ihnen. Die beiden Männer verbindet nichts mehr und sie sind so grundverschieden, wie guy es sich nur vorstellen kann. Dennoch gestalten die beiden Paare ihren Urlaub nun gemeinsam. Vielmehr: der dynamische Klaus Buch plant die Tage der Vier.
Auf einem Segeltörn schließlich versucht Klaus Helmut davon zu überzeugen, dass es besser sei, Sabine zu verlassen und mit ihm auf die Bahamas zu gehen, einfach auszusteigen. Als ein Sturm aufkommt und Klaus die beiden mit seinem Gehabe in eine riskante state of affairs bringt, reißt Helmut ihm vor Panik die Pinne aus der Hand und Klaus stürzt vom Boot.
Nach diesem Vorfall ist nichts mehr wie zuvor. Zumindest einen Tag lang. Denn: der tot geglaubte Klaus taucht unvermittelt wieder auf.
Die folgende Referatsausarbeitung befasst sich in einem ersten Teil mit der Charakterisierung der männlichen Figuren Helmut Halm und Klaus Buch.

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Reisen als Erkenntnis- und Entwicklungsprozess: Elio by Katharina Pfeiffer

By Katharina Pfeiffer

In der vorliegenden Studie finden die Romane Conversazione in Sicilia von Elio Vittorini und los angeles amendment von Michel Butor eine vergleichende Betrachtung. Die Protagonisten befinden sich in beiden Fällen, aber aus unterschiedlichen Gründen, in einer Lebens- und Sinnkrise, die sie durch eine Reise überwinden möchten. Die Werke beschränken sich nicht nur auf eine Beschreibung der Fahrt als solche, es wird weiterhin aufgezeigt, inwiefern die Reise als Vehikel zur persönlichen Entwicklung dient. In Conversazione in Sicilia (1937) reist der Protagonist Silvestro Ferrauto zur Zeit des italienischen Faschismus von Mailand nach Sizilien. Er entwickelt sich zu einer Figur, die nicht mehr von der widrigen Wirklichkeit erdrückt wird, sondern sich Freiräume schafft, sich sprachlich gegen die politische Indoktrination des Faschismus wehrt, die Lügen des platforms entlarvt und diese Erkenntnisse an andere weitergeben möchte. In l. a. amendment (1957) reist Léon Delmont von Paris nach Rom, um seine Geliebte zu sich zu holen, in der Hoffnung dadurch seine Midlife concern überwinden zu können. Auf der Zugfahrt durchlebt er in Träumen noch einmal die vergangenen zwanzig Jahre mit seiner Ehefrau und die zwei Jahre mit seiner Geliebten. Er erkennt, dass es die von ihm gesuchte absolute Freiheit und ewige Jugendlichkeit nicht gibt. In der vorliegenden Studie werden die beiden Reisen, von dem auslösenden Ereignis ausgehend, gegenüberstellt. Es wird herausgearbeitet, auf welchem Wege die Protagonisten zu einem neuen Bewusstsein gelangen. Beide müssen im übertragenen Sinne in das Reich des Todes hinabsteigen, um Fortschritte in der Zukunft machen zu können. Deswegen wird in der examine von l. a. amendment besonders auf die Bezüge zur Aeneis von Vergil und zur ägyptischen Mythologie eingegangen. In beiden Romanen werden die intertextuellen Bezüge zur Divina Commedia von Dante Alighieri vergleichend betrachtet. Weiterhin werden die sprachlichen Experimente der Autoren beleuchtet, die mit den traditionellen Romankonzepten brechen.

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"Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" - zur narrativen by Ulrike Hammer

By Ulrike Hammer

Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, be aware: 2,1, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien), 50 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: In der vorliegenden Arbeit werden die beiden Romane Auf der Suche nach der verlorenen Zeit von Marcel Proust und Momo von Michael Ende, hinsichtlich der in ihnen enthaltenen narrativen Zeitstrukturen untersucht. Da Zeit nicht nur inhaltlich wichtig ist, sondern auch auf formaler Ebene eine große Rolle spielt, teilen sich die folgenden Analysen in jeweils zwei Teile auf. Im ersten Teil wird die Zeit der Erzählungen auf formaler Ebene untersucht. Im darauffolgenden Teil wird die Zeitmotivik der Erzählungen auf der inhaltlichen Ebene untersucht. Der Umgang mit dem Motiv ‚Zeit’ zeigt sich in vielfältiger shape. Innerhalb dieser Arbeit ist jedoch nur eine Berücksichtigung spezieller und wichtiger Aspekte möglich. Anhand der hier vorgestellten und analysierten Romane und der in ihnen enthaltenen Zeitstrukturen soll überprüft werden, ob und inwieweit der Verlust von Zeit auf unterschiedlichen Ebenen beschrieben und auf welche Weise er dargestellt wird.
Die Zeit zeigt sich für den Menschen als eine grundsätzliche Bedingung für Wirklichkeits- und Selbstwahrnehmung. Folgt guy Immanuel Kant (1724-1804), so stellt sich Zeit als reine shape der sinnlichen Anschauung dar: „Die Zeit ist eine notwendige Vorstellung, die allen Anschauungen zum Grunde liegt. guy kann in Ansehung der Erscheinungen überhaupt die Zeit selbsten nicht aufheben, ob guy zwar ganz wohl die Erscheinungen aus der Zeit wegnehmen kann. Die Zeit ist additionally a priori gegeben. In ihr allein ist alle Wirklichkeit der Erscheinungen möglich.“

In Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit geht es um das ‚eigentliche’ Wesen der Dinge, der Gewohnheiten und der alltäglichen Ereignisse, die hinter ihnen verborgene Wahrheit der Welt, die dem Erzähler den Weg in seine Erinnerung eröffnet. Durch das Wiederbeleben der Vergangenheit wird der naturwissenschaftliche Zeitbegriff grundlegend in Frage gestellt und diesem eine ‚innere Zeitlichkeit’ entgegengesetzt.
In Michael Endes Momo wird eine besondere Darstellung der Zeit auf inhaltlicher Ebene gezeigt: „"Momo" offenbart auf naive, meditative, lyrische Weise Wahrheiten, die uns alle angehen: die Tragödie unseres neurotischen Seinsverlustes im Zusammenhang mit der entsetzlichen Tatsache, dass wir ‚keine Zeit mehr haben’.“

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Weibliche Geschlechterambivalenz und männliche Homoerotik in by Alexander Begerl

By Alexander Begerl

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, word: 2,0, Universität Mannheim (Neuere Germanistik I), Veranstaltung: Amerikaromane, Sprache: Deutsch, summary: In dieser Arbeit sollen nicht nur explizit die Frauenfiguren und ihre Repräsentation von Weiblichkeit des frühen 20. Jahrhunderts fokussiert werden, Ziel ist es ebenso, in dem Romanfragment „Der Verschollene“ die Geschlechterrollen unter Berücksichtigung der Präsentation von Sexualität und Macht zu analysieren. Nach eingehender Ausarbeitung der weiblichen Charaktere und ihre Darstellungsformen in Bezug zur Hauptfigur Karl Roßmann im ersten Teil, folgt im zweiten Teil die Abhandlung homoerotischer Tendenzen in den Männerverbindungen. Der Leitfaden zu dieser examine bildet die Annahme, das Kafkas „Amerika“-Roman, laut Susanne Hochreiter „‚antipatriarchale’ dekonstruktive“ Elemente beinhaltet, denn seine Figuren seien im Stande, die gegebenen Grenzen damaliger Geschlechterstereotypen zu verwischen und zu verwirren. Wie es Susanne Hochreiter weiterhin treffend im Jahre 2007 formulierte, „ist [es] an der Zeit, die examine von der [festgestellten] Durchlässigkeit und Brüchigkeit der Geschlechterkonzeptionen auf die männlichen Figuren auszudehnen und noch konsequenter abseits von psychologisch-biografischen Bezügen vom Autor zu entwickeln.“ Daher beansprucht diese Arbeit im Folgenden einen genuin textanalytischen Zugang und beschäftigt sich nach den Untersuchungen zu ambivalenten weiblichen Geschlechterrollen im ersten Teil, ausgiebig mit der in der Sekundärliteratur oft ausgesparten männlichen Homoerotik zu Kafkas Werk „Der Verschollene“.

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Die dualistische Realität und die Evokation des Wunderbaren by Sara Anais Wrede

By Sara Anais Wrede

Magisterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, observe: 1,6, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, Sprache: Deutsch, summary: In dieser Arbeit werde ich mich mit der Frage nach E. T. A. Hoffmanns Verständnis der Realität beschäftigen und die von ihm verwendeten Mittel zur Evokation des Wunderbaren untersuchen. Der Autor lebte in und mit dem ständigen Widerspruch zwischen seiner Existenz als Künstler und seiner beruflichen Laufbahn als Beamter.
Er verwies wiederholt darauf, dass er die Realität nicht als so einseitig und klar strukturiert empfand wie die Entwicklungen seiner Zeit weismachen wollten. Er sah sie als komplexes Gebilde, welchem der Dualismus von Fantasie und Wirklichkeit zugrunde liegt.
Die Forschung hat sich viel mit der Frage nach Hoffmanns Wirklichkeitsverständnis befasst und ist zu verschiedenen Ergebnissen gekommen, welche im Rahmen dieser Arbeit auch teilweise aufgegriffen und dargestellt werden sollen.
Der Fokus der vorliegenden Untersuchung wird auf den Kunstmärchen „Der goldne Topf“ und „Meister Floh“ liegen. Die Auswahl dieser beiden Werke ist auf zwei Aspekten begründet: Der „Goldne Topf“ gilt als Meisterwerk Hoffmanns und wird oft als Beispiel seiner Welt- und Kunstauffassung angeführt. „Meister Floh“ hingegen erntete vergleichsweise wenig Sympathie und Anerkennung, es wird von vielen Kritikern als schwächstes Werk des Autors bezeichnet.
Um sich dem Verständnis Hoffmanns bezüglich der dualistischen Realität zu nähern, wird zunächst ein Überblick über die zeitgenössische Wirkung der beiden Kunstmärchen und die sie betreffenden Forschungstendenzen gegeben. Im Anschluss folgt eine Untersuchung des „Goldnen Topfs“ hinsichtlich der in ihm dargestellten dualistischen Realität. Dabei geht es um die Frage, welche Intentionen der Autor mit der Fokussierung der Aufmerksamkeit auf dieses Wirklichkeitsverständnis verfolgte und welche ästhetischen Zielsetzungen ihn bewegten. Dazu werden die literarischen Mittel zur Darstellung und Authentifizierung des dualistischen Realitätsentwurfes betrachtet und hinsichtlich ihrer Wirkungsabsicht untersucht.
Unter denselben Gesichtspunkten wird daraufhin „Meister Floh“ beleuchtet werden. Ein besonderes Augenmerk soll hier und insgesamt auf der Frage liegen, ob sich die ästhetische Forderung, welche der Autor mit seinen Werken formuliert, im Lauf seines Lebens verändert hat – denn dies wurde von der Forschung wiederholt konstatiert.
Abschließend werden die verschiedenen literarischen Mittel zur Evokation des Wunderbaren in den beiden Kunstmärchen in Augenschein genommen und dargestellt.

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Fantastische Literatur des 20. Jahrhunderts: Gustav Meyrink by Gitta Kistenmacher

By Gitta Kistenmacher

Die literaturwissenschaftliche Studie von Gitta Kistenmacher deutet den Weg des Helden aus dem Prager Roman Der Golem von Gustav Meyrink als einen Selbstfindungsprozess, in dem das am Ende gefundene Selbst das reduzierte Ich der Schulpsychologie überwindet.

Mittels eines unerwarteten methodischen Zugriffs auf die physikalischen Theorien David Bohms und den darauf fußenden der Transpersonalen Psychologie kann hier endlich die Struktur des Textes sichtbar gemacht werden, die für die Infragestellung der gemeinhin für einzig gültig erklärten rationalistisch-empirischen Wirklichkeitsauffassung verantwortlich ist, von welcher das Werk zeugt.
Am Ende erlaubt das Tarot-Motiv der liegenden Acht der Verfasserin, das Bezugsnetz im Roman auf erstaunliche Weise zu klären.

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